Spielbericht des FC Diegten
Eptingen
Die Äusseren Bedingungen schienen heute zunächst
noch ganz passabel. Doch gleichzeitig mit dem Anpfiff begannen sich
die Schleusen über den Köpfen unserer Spieler zu öffnen und es begann
sprichwörtlich vertikal und in Bindfäden zu „Schiffen“. Dies schien
auch im Team des FCDE kurzzeitig zu Irritationen zu führen. Wie sonst
wäre sonst das unglückliche Tor des FC Kaiseraugst zu erklären,
welches sich nach exakt 30 Sekunden Spielzeit ereignete. Klar,
getraute es sich keiner der Anwesenden auszusprechen, aber in diesem
Moment kamen wohl doch dem einen oder anderen die Bilder aus dem
vergangenen Eikenspiel in den Sinn. Die Spieler des FC Kaiseraugst
zeigten sich denn auch von beginn weg technisch stark und glänzten mit
sehr guten Laufwegen auf allen Positionen. Erst nach dem rund zehn
Minuten verstrichen waren, kamen dann endlich auch die Gäste zu ihrem
ersten richtigen Ballkontakt und konnten mit einem schönen
Schussversuch wenigstens in die Nähe des gegnerischen Goals gelangen.
Schon eine Minute später wurde dann schon der
Erste unerwartete Wechsel beim FCDE nötig, nachdem das Knie von Raffi
Lötscher begann sich zickig zu zeigen. Für ihn kam mit Kevin Heiniger
jener Spieler aufs Feld, der schon fünf Minuten später den ersten
Treffer für Diegten vorbereiten sollte. Dazu zog Kevin mit dem Ball
über die linke Seite nach vorne, flankte in Richtung Tor, wo Manuel
den Ball danken annehmen und sofort zum Ausgleichstreffer ins Tor
schieben konnte. Dieser Erfolg verhalf dem Team nach dem Dämpfer zu
Spielbeginn wieder zum Suftrieb, worauf es in der Folge immer wieder
zu schönen Schussversuchen in Richtung des Kaiseraugst-Tors kam. Hier
ist sicherlich jener versuch von Dave zu erwähnen, dessen
Schussversuch aus 20 Metern sich in der 22. Minute als doch sehr
gefährlich erwies.
Was dann in der 24. Minute folgte war dann
leider nur noch zum Kopfschütteln. Und damit ist ausdrücklich nicht
die Uhr des Schiedsrichters gemeint, welche zu etwa diesem Zeitpunkt
wohl aufgrund der starken Regenfälle absoff und das Zeitliche segnete.
Nein, vielmehr wurde, einmal mehr in dieser Saison die gesamte Abwehr
des FCDE durch den Gegner stehen gelassen, welcher damit locker wieder
mit einem 2:1 in Führung gehen konnte. Damit nicht genug. Schon wenige
Hundelstelsekunden nach dem darauffolgenden Anstoss schnappten sich
die Kaiseraugster erneut den Ball und konnten erneut in Richtung des
16er des FCDE gelangen. Mann und Ball konnte zwar gestoppt werden –
Der Schiedsrichter zögerte aber keine Sekunde und stand dem Heimteam
einen Penalty zu. So kam es also, dass die nun einzige noch auf dem
Platz funktionierende Matchuhr (das unzerstörbare Wunderteil war
übrigens die Stoppuhr vom FCDE Trainer Tinu) noch immer die 24. Minute
anzeigte und der FCK bereits wieder mit zwei Treffern Vorsprung mit
3:1 in Führung lag.
Im folgenden kam es wieder zu unzähligen
gefährlichen Situationen und vielen, vielen unnötigen Ballverlusten.
Erst in der 37. Minute kam Hoffnung auf, als Jäggis schöner
Angriffsversuch leider ohne Wirkung blieb. Nun wurde das Spiel
aggressiver und auch ein wenig lauter. Somit sah sich der
Schiedsrichter gezwungen seine Ankündigung zu Spielbeginn war zu
machen, und verkaufte nach einem Wortgefecht in der 38. Minute dem
FCDE-Spieler Mindli und seinem direkten Gegenspieler je eine Karte zu
30.- Stutz.
In der 44. Minute gelang dann endlich auch dem
FCDE wieder ein erfreulicher Spielzug, welcher sich auch auszahlte.
Denn Panico passte aus der rechten Seite in Richtung FCK-Torraum, wo
Mindli den Ball locker ins Tor befördern und damit zum 3:2 verkürzen
konnte. Mit diesem Zwischenstand begaben sich die beiden Teams zum
kurzzeitigen abtrocknen und aufwärmen in die Kabinen.
Das Team des FCDE nahm sich nach der Pause vor,
den Druck auf den FC Kaiseraugst zu erhöhen und gleichzeitig die
Deckungsfehler auf ein Minimum zu reduzieren. Ersteres gelang schon in
der 47. Minute, indem Schube einen Freistoss aus einer Distanz von
rund 30 Metern schön gefährlich in Richtung Tor beförderte. Der FCDE
kam in den folgenden Minuten noch mehrmals gefährlich nahe zum
gegnerischen Tor und war bis zur 57. Minute überhaupt mehrheitlich im
Ballbesitz. Erst jetzt kam auch der FC Kaiseraugst wieder zum ersten
richtigen Angriff in dieser zweiten Halbzeit. Einmal mehr schaffte es
ein gegnerischer Spieler praktisch alleine bis vors Tor des FCDE
vorzudringen und so den Ball zum 4:2 zu versenken. Schon weitere zehn
Minuten Später gelang dem FCK wiederum ein schöner und satter Schuss
aus rund 25 Metern, welcher aber durch Yanik sicher und sauber
gehalten werden konnte. Als dann in der 65. Minute das 5:2 fiel,
dachten wohl viele der Anwesenden wieder, wie schon zu Beginn dieser
Partie, an das Spiel gegen den FC Eiken. Nicht so aber die FCDE
Spieler. Mit aller Kraft wurde nun wieder versucht dem aufsässigen und
schnellen Gegner einen Strich durch die Rechnung zu machen, was in der
80. Minute endlich auch gelang, in dem Panic den Ball zum 5:3
versenken konnte. Nach einigen Auswechslungen auf Seiten des FCDE
aufgrund von Abnutzungserscheinungen infolge des harten Kampfes in den
vergangenen Minuten, konnte Andi Rudin in der 81. Minute in Ballbesitz
gelangen und sauber weiter zum 5:4 verkürzen. Als dann Mindli schon
nach weiteren drei Minuten erneut Traf und der FCDE damit innert nur
vier Minuten drei Tore erzielen konnte stand es nun also 5:5. Dieser
Stand hätte doch irgendwie über die restlichen vier verbleibenden
Spielminuten gehalten werden können. An der Teameinstellung lag es
jedenfalls nicht. Leider kam der FCA aber nach einem Ballverlust in
der 88. Minuten doch noch mal in Ballbesitz und schafften es
unmittelbar darauf, mit dem Treffer zum 6:5 dieses hart umkämpfte
Spiel für sich zu entscheiden.
Der Autor entschuldigt sich an dieser Stelle für
etwaige einzelne Ungenauigkeiten im heutigen Matchbericht betreffend
einzelnen der oben genannten Situationen. Wer aber schon mal versucht
haben sollte eine Blatt Papier DIN A4 mit einem Kugelschreiber unter
einer laufenden Dusche voll zu schreiben (und das ganze Geschmirr
danach auch noch zu entziffern) wird milde walten lassen. Denn dies
trifft die Bedingungen am heutigen Tag wohl am besten. Und an den
Autor des Matchberichts des FC Oberdorf von vergangener Woche: Die
Rasenschnittlänge war hier in Kaiseraugst auf dem Naturrasenfeld im
Vergleich zu Oberdorf tatsächlich kürzer was dem Ball (neben der
Nässe) zu einer höheren Geschwindigkeit verhalf. Dafür waren aber die
Linien in Oberdorf klar besser „aufgemalt“.
Fazit: Wiederum hat die Mannschaft über
weite Strecken den nötigen Ergeiz und Willen gezeigt. Ein
Unentschieden wäre deshalb heute sicherlich auch nicht unverdient
gewesen. Wenn nun in den beiden letzten Spielen die Ballverluste
mindest halbiert werden könnten und auch hie und da das Glück mit dem
FCDE mitspielt, liegen in dieser Runde sicherlich noch ein paar „Böhnen“
drin.
Aufstellung: Yanick Fäh, Raphael
Lötscher, Fredy Müller, Simon Jäggi, Reto Kipfer, David Kohler, Thomas
Schubert, Armin Fehlmann, Marco Panico, Andreas Rudin, Manuel Pfister
Ersatz:
Richard Gysin, Kevin Heiniger, Peter Vogler