Spielbericht des FC Diegten
Eptingen
Nach
ganzen drei Wochen Meisterschaftspause, brannte die Mannschaft des
FCDE darauf, endlich ihre Reaktion auf das desolate Spiel gegen den FC
Eiken zu zeigen. Auf dem Papier schien die Ausgangslage
vielversprechend zu werden. Beide Temas verfügten zu Spielbeginn über
je vier Punkte, wobei der FCDE bisher ein Spiel weniger absolviert
hatte. Auch die Indikatoren des Torverhältnisses waren auf beiden
Seiten praktisch identisch. Beide mit vielen Gegentoren und beim
Toreschiessen eher zurückhaltend.
Zunächst
begann alles noch recht zuversichtlich. Denn schon in der 1. Minute
nach Anpfiff konnte Kim seine läuferische Stärke ausnutzen und sich
mit dem Ball bis kurz vor den Zeininger Strafraum nach vorne bewegen.
Leider verletzte sich ein gegnerischer Verteidiger beim Versuch sich
ihm in den Weg zu stellen so unglücklich, dass er bereits
ausgewechselt werden musste. Diesem wünschen wir an dieser Stelle eine
gute und rasche Genesung. Kurz nach dem der Schiedsrichter das Spiel
wieder freigegeben hatte, kamen in der 3. Minute dann auch schon die
Zeininger zu ihrer ersten, gefährlichen Torchance vor dem Diegtener
Goal, welche glücklicherweise nicht verwertet werden konnte. Von da an
konnte das Gästeteam für kurze Zeit das Zepter übernehmen, in dem es
in der 7., 9. Und 17. Minute immerhin zu schönen Chancen kam. Beim
ersteren Schuss traf Kim den Goali, der zweite zielte Panic knapp am
linken Pfosten vorbei und der dritte beförderte Schubi über die Latte.
Der abgedroschene Spruch „wer seine Torchancen vorne nicht verwerten
kann, kassiert sie halt hinten“ drohte nun einmal mehr wahr zu werden.
Denn schon in der 20. Minute konnten der FC Zeiningen einen doch sehr
gefährlichen Lattenschuss auf das Gästetor abfeuern. Nur ein paar
Millimeter tiefer, und der währe wohl im Netz gelandet. Kurz darauf
kam auch Kim wieder zu einer schönen Chance, in dem er aus 20 Metern
auf einen Pass von Panic das gegnerische Lattenkreuz touchieren
konnte.
Spätestens jetzt begannen sich die beiden Teams gegenseitig
aufzuheizen und die Nerven drohten aufgrund des andauernden
Abnützungskampfes auf beiden Seiten langsam aber sicher an ihre
Grenzen zu kommen. Dies zeigte sich auch in der 36. Minute als sich
die Meute vor dem Diegter Tor versammelte. Das 0:0 konnte da nur dank
dem Umstand gehalten werden, indem der Zeiningenstürme aufgrund des
allgemeinen Durcheinanders den Ball knapp verfehlte. In der 42. Minute
dann eine erneute gefährliche Situation vor dem Diegtener Tor, welche
Yanick glücklicherweise entschärfen konnte. Darüber, ob vielleicht ein
Hands durch einen Diegtener Spieler vorangegangen sein könnte wurde
von beiden Seiten noch lange diskutiert, was der Ordnung auf dem Platz
nicht unbedingt zuträglich war. Der Pausenpfiff erfolgte dann kurz
nachdem Severin einen schönen Kopfball in den linken oberen
Goalbereich lenken konnte, dieser aber vom Zeiningen-Goali super
gehalten werden konnte.
Nun kam
also die Zweite Halbzeit. Diese kam leider einem Wettpflügen, -haken
und -pickeln exponentiell näher als dem, für was die beiden Teams
heute eigentlich zusammen getroffen sind. Schöne Spielzüge konnten
denn auch an nur einer Hand abgezählt werden. Vielmehr zeichnete sich
diese Halbzeit als einziger grosser Spielunterbruch aus. Warten bis
die ins Aus gedroschenen Bälle gefunden wurden und warten, bis Spieler
nach den unzähligen Fouls wieder aufstanden. Auf Diegter Seite zeigte
dann in der 53. Minute das Problem „der ZU-kompakten Einheit“ sein
grässliches Gesicht. In dem sich nämlich die gesamte Diegter Einheit
im Mittelfeld befand, konnten zwei Zeininger Spieler sich der
Manndeckung locker entziehen. So konnte der Stürmer des FC Zeiningen
gemütlich einen Pass zu seinem Kollegen spielen, dessen Position sich
alleine vor dem Tor befand. Dieser versenkte und so stand es 1:0 für
den FC Zeiningen.
Dieser
Treffer zeigte Wirkung in dem die Diegtener Abwehr nun wieder mehr
gewicht auf die Verteidigung legte. So konnten die folgenden Zeininger
Angriffe dann auch alle samt abgewehrt werden. Zu erwähnen ist hier
höchstens die 64. Minute, in der es einem Zeininger Spieler gelang die
Abwehr doch noch zu durchbrechen, dessen Schuss aber von Yanick sauber
abgewehrt werden konnte. Diese defensive Haltung zeigte nun aber vorne
seine Wirkung – oder eben nicht. Denn hier stand die Mannschaft noch
immer zu kompakt. Die folge war, dass der für Diegtener Verhältnise
riesige Platz kaum ausgenutzt wurde und sich nur selten ein Spieler
freilaufen konnte. So kam der Sturm in dieser Halbzeit auch kaum je zu
verwertbaren Bällen.
In der
75. Minute wurde es für Diegten dann doch nochmals brenzlig. In dem
FCDE der Aufbau zu einem Angriffsversuch gründlich misslang, stand die
Mannschaft einmal mehr hauptsächlich auf der Zeininger Spielhälfte,
während der Ball und dessen Mannschaft bereits wieder Kurs auf den
Diegtener Strafraum nahmen. Nur da es einem einzelnen Diegter
Verteidiger gelang, sich nicht ganz regelkonform in den Weg zu
stellen, konnte schlimmeres verhindert werden. Im Folgenden ging nun
das Wettpflügen weiter, wobei noch höchstens zwei Situationen
nennenswert sind. So konnte Dave in der 81. Minute mittels Kopfball
auf eine Flanke von Schubi knapp neben den rechten Pfosten zielen
(Anlässlich des Interviews nach dem Spiel legte Dave übrigens
ausdrücklichen wert darauf, dass der Ball nur aufgrund einer plötzlich
auftretenden, orkanartigen Windböe nicht im Tor landete. Diese musste
jedoch aufgrund seines eigenen Laufwindes ausgelöst worden sein, denn
ansonsten war es an diesem Abend weitgehend windstill...). In der
weiten Situation kam auch Kim wieder zu einem der seltenen Bälle und
konnte sich bis vor das Goal vorarbeiten. Der Ball konnte aber vom
Goali erneut sauber gehalten werden. Zum Abschluss holte Panic in der
5. Minute Nachspielzeit ganz nach Huggel Manier noch einen
gegnerischen Spieler von den Beinen. Zum glück aber noch vor dem
Strafraum, womit es bei einer gelben Karte bleiben konnte.
Ausdrücklich hervorzuheben ist an diesem Spieltag sicherlich die
Schiedsrichterleistung. Hätte dieser mit seiner ruhigen Art das Spiel
nicht durchwegs im Griff halten können, hätte die Lage durchaus
hässlich werden können.
Spielbericht des Zeiningen
Das Spiel begann
mit einer Schweigeminute für den verstorbenen Rolf Blattmann,
ehemaliger FIFA-Schiedsrichter und Hauptsponsor des FC Zeiningen.
Der FC Zeiningen
nahm sich vor den Gegner von Beginn an unter Druck zu setzen, was in
den ersten paar Minuten auch gelang. Schon nach zwei Minuten kam man
zu einer aussichtsreichen Chance, die leider ungenutzt blieb. Dann
nach vier Minuten der Schock, Reinle verdrehte sich den Fuss und
musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Stöcklin ins Spiel. Ohne
unseren Abwehrchef war die ganze Mannschaft verunsichert, dies wirkte
sich natürlich aufs Spiel aus. Viele Fehlpässe, unnötige Ballverluste
und nur wenig Kreativität prägten die erste Halbzeit. Gute Torchancen
waren auf beiden Seiten Mangelware, ein Lattenschuss von Stehle nach
21 Minuten blieb der einzige Höhepunkt bis kurz vor die Pause. Die
letzten 5 Minuten hatten es dann in sich. Zuerst konnten die
Baselbieter das 1:0 nur durch 2!!! Handspiele auf der Torlinie
verhindern, welche der Schiedsrichter nicht gesehen hatte und wenige
Sekunden vor dem Pausenpfiff hielt Brogli das 0:0 mit einer
Glanzparade fest.
Nach der Pause
kam Meier für Aranyi ins Spiel welcher in der ersten Halbzeit über
weite Strecken enttäuscht hatte. Der Wechsel zeigte Wirkung, Zeiningen
konnte den Druck aufs gegnerische Tor erhöhen. Nach 52 Minuten wurde
Stöckli von Meier mit einem Pass in die Tiefe geschickt. Dieser
spielte den Ball zur Mitte wo Stehle völlig unbedrängt zum 1:0
einschieben konnte. Kurz danach wurde der Torschütze ausgewechselt und
durch Gut ersetzt. In der Folge hätte der FC Zeiningen seine Führung
ausbauen müssen! Jedoch wurden mehrere grosse Torchancen leichtfertig
und zum Teil sogar kläglich versiebt. In der 75. Minute wurde
Schlienger aus dem Spiel genommen. Für ihn kam Koller welcher nochmals
neuen Schwung in den Angriff bringen sollte. Der gewünschte Effekt
blieb jedoch aus. Der FC Zeiningen kontrollierte allerdings das Spiel
und brachte den 1:0 Vorsprung über die Zeit. Kurz vor Schluss kam dann
noch Kouachi für Maurer zu einem kurzen Einsatz.
Fazit: 7 Punkte
aus den letzen drei Spielen und viele, viele ungenutzte Torchancen.